Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2008 » Chloranalytik in heizwert reichen Abfällen – nicht mehr (als) nötig! (2. Teil)

Chloranalytik in heizwert reichen Abfällen – nicht mehr (als) nötig! (2. Teil)

Die mit Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein durchgeführte Untersuchung hatte zum Ziel, die Qualitätssicherung von Ersatzbrennstoffen auf eine solide Grundlage zu stellen.

Dazu wurden insgesamt zehn EBS-Vorprodukte, fünf EBS, zwei Schwerstofffraktionen sowie zwei abgetrennte PVC-Fraktionen hinsichtlich ihres Gehaltes an Feinfraktion, Fe- und NE-Metallen, Mineralik, Organik, Kunststoffen und Chlorfrachtträgern definiert. Die fraktionierten Mischproben wurden in Bezug auf den Gehalt an Wasser, Asche, Chlor sowie 29 weiterer Elemente mittels RFA analysiert. Bei den Begleitelementen fallen Vanadium, Chrom und Kupfer auf. Andere Schwermetalle sind überwiegend im Feinkorn enthalten. Die Chlorgehalte der EBS liegen im Mittel zwischen 0,5 % und 1,1 %.

Die Schwerstofffraktionen erfüllen die Deponievoraussetzungen nicht. Abgetrennte PVC-Fraktionen weisen Chlorgehalte um 15% auf. Sie sind derzeit nicht verwertbar und stellen ein echtes Entsorgungsproblem dar. Die empfohlenen Mindestprobenmassen für die Chloranalytik liegen beim EBS zwischen 12 und 60 kg. Bei den Vorprodukten sind bis zu 250 kg notwendig. Sortieranalysen helfen, die Unsicherheiten von Probenaufbereitung und Chloranalytik zu mindern. Bei orientierenden Untersuchungen kann auf eine analytische Bestimmung des Chlorgehaltes verzichtet werden. In der kontinuierlichen Qualitätssicherung ist es möglich, die Analytik auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Goal of the investigation, co-funded by the Ministry for Agriculture, Environment and Rural Areas of Schleswig-Holstein, Germany, was to develop a profound system for quality management for refuse-derived fuel (RDF).

The project covered 15 RDF, two heavy but high caloric fractions and two PVC-fractions gained by automatic picking. Each quality has been defined by separating ferrous and non-ferrous metals, minerals, organics, synthetic polymers, chlorinated polymers and fine grain. The sorted fractions were analyzed for the contents of water, ashes, chlorine and 29 further chemical elements by RFA.

Concerning the accompanying elements vanadium, chromium and copper are striking. Other heavy metals are included in the fine grain. The medium chlorine content in RDF ranges between 0.5 and 1.1 %. The heavy fractions do not fulfill deposition requirements. Separated PVC-fractions, which contain around 15 % chlorine, can neither be used for material nor for energetic recycling and pose a severe problem. The recommended sample size for chlorine analysis ranges between 12 and 60 kg for RDF and reaches values up to 250 kg for pre-products.

Waste sorting and statistical evaluation help a lot to overcome uncertainties of sample preparation and chemical analysis for chlorine. Exploratory investigations can be done without chlorine analysis. For continuous quality management chemical analysis can be reduced to a minimum.

Seiten 80 - 86

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.02.2008.080

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