Inhalt » Archiv » Ausgabe 01/2010 » Deponiebelüftung mittels Windenergie – Voraussetzungen und Perspektiven

Deponiebelüftung mittels Windenergie – Voraussetzungen und Perspektiven

Zur Verkürzung der Übergangsphase zwischen dem Ende einer ökonomisch vorteilhaften Deponiegasverwertung (Strom- und Wärmeerzeugung in BHKW) und einer sicheren und vollständigen biologischen Oxidation von Rest-Methanfrachten in geeigneten Rekultivierungsschichten können Siedlungsabfalldeponien in situ belüftet werden. Hierbei werden die bioverfügbaren organischen Abfallbestandteile sehr weitgehend abgebaut und das verbleibende Deponiegaspotenzial als auch die Sickerwasserbelastung deutlich reduziert.

Langfristig semi-aerobe Verhältnisse können durch die Installation windgetriebener Be- und Entlüftungseinrichtungen sichergestellt werden. Die vorgestellten Systeme sind robust, wartungsarm und langzeitstabil. Rohrentlüfter liefern insbesondere in Böschungsbereichen gute Aerobisierungsergebnisse, da hier ein Übersaugungseffekt realisiert werden kann. In Deponie-Plateaubereichen, insbesondere solchen mit verbleibendem Sauerstoffbedarf, können demgegenüber windgetriebene Belüftungssysteme installiert wer den. Beide Systeme können ggf. auch in ein Oberflächenabdichtungssystem integriert werden.

Die langfristige Aerobisierung reduziert nicht nur die verbleibende Deponiegasneubildung sondern kann auch, infolge des Ansaugens von Umgebungsluft in die oberflächennahen Schichten, zu einer Intensivierung der Methanoxidationsleistung in der Rekultivierungsschicht beitragen.


In order to reduce the transition period between the completion of an economically sound utilisation of landfill gas (combined heat and power generation in CPE) and a save and complete biological oxidation of residual methane fluxes in qualified recultivation layers, MSW landfills might be in situ aerated. Landfill aeration contributes towards a widely bioconversion of organic waste compounds and therefore reduces the residual LFG generation potential and the leachate pollution significantly.

Semi-aerobic conditions inside the landfill can be ensured through the operation of wind driven aspirators and pneumatic air pumps. These systems are robust, low in maintenance and can be operated in the long term. Aspirators show particularly good performances if installed near the landfill slopes due to the induced air venting effect. At central landfill areas and those showing a remaining elevated oxygen demand, however, wind driven pneumatic air pumps might be applied. Both systems can be integrated into the final landfill surface cover.

Aeration in the long term contributes towards both a reduction of the residual LFG generation rate and, due to the air venting effect into the upper layers of the landfill cover, to an increase of methane oxidation in the recultivation layer.

Seiten 4 - 8

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.01.2010.004

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