Inhalt » Archiv » Ausgabe 12/2009 » Elektroaltgeräte – Werden die Potenziale zur Steigerung der Wertschöpfung ausreichend genutzt?

Elektroaltgeräte – Werden die Potenziale zur Steigerung der Wertschöpfung ausreichend genutzt?

Elektro- und Elektronik-Altgeräte zeichnen sich durch eine komplexe Zusammensetzung unterschiedlicher Bauteile, Materialien und Stoffe aus. Sie bergen ein hohes Potenzial verschiedener Metalle und Kunststoffe und damit wertvolle Ressourcen. Um die Verwertungsquoten und die Wertschöpfung zu sichern, respektive zu steigern, muss die Effizienz von Aufbereitungsanlagen weiter erhöht werden. Wie Untersuchungen verschiedener Outputfraktionen einer Elektroaltgeräte-Aufbereitungsanlage für die Sammelgruppen 3 und 5 durch das LASU – Labor für Abfallwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft und Umweltchemie belegen, gehen in den so genannten Rest- bzw. Durchlauffraktionen noch relativ große Potenziale zur Steigerung der Wertschöpfung verloren. Diese könnten u. a. mit Hilfe sensorgestützter Sortiertechnik separiert werden. So beinhalten die Durchlauffraktionen weitere nennenswerte Anteile separierbarer Kunststoffe sowie Metalle bzw. Metallverbunde.

Durch Optimierung der verfahrenstechnischen Abläufe, z. B. durch die Installation zusätzlicher Nahinfrarotgeräte auf dem Feinkornstrang, einer besseren Vereinzelung der Partikel und einer gleichmäßigeren Beschickung der diversen Aggregate, lassen sich weitere Wertstoffe aus Elektro- und Elektronik-Altgeräten zurückgewinnen und nutzen.



Electrical and electronic equipments are characterised by a complex composition of different components, materials and substances. They contain a high potential of valuable resources like different metals and plastics. To ensure or to raise the utilization ratios as well as the creation of value, the efficiency of processing plants must be further enhanced. As research of LASU (Department for waste Management at the University of applied sciences in Münster) on different output streams of a processing plant proves, socalled remain- or pass-Output flows still containing large potentials to increase the creation of value like considerable fractions of separable plastics as well as metals and/or metal-plastic bonds. These potentials can be recovered with sensor-supported sort technologies. By optimization of the process engineering sequences, e. g. by the installation of additional near-infrared devices on the fine grain line, a better spreading of the particles and even a constant filling of the various aggregates, further recyclable fractions from waste electrical and electronic equipment can be recovered and utilized.

Seiten 619 - 622

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.12.2009.619

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