Inhalt » Archiv » Ausgabe 07/2011 » Hydrolyse und anaerobe Co-Vergärung verschiedener biologisch abbaubarer Kunststoffe

Hydrolyse und anaerobe Co-Vergärung verschiedener biologisch abbaubarer Kunststoffe

Biologisch abbaubare Kunststoffe sowie deren Erzeugnisse sind bis zum 31.12.2012 durch die Verpackungsverordnung von der flächendeckenden Rücknahme befreit, sofern sie einer unabhängigen Zertifizierung unterzogen wurden. Bis dahin ist ein geeignetes Sammel- und Verwertungssystem einzurichten. Die Zertifizierung beinhaltet aktuell nur den Nachweis der Kompostierbarkeit, nicht den Nachweis der Vergärbarkeit. Aktuelle Entwicklungen in der Verwertung biogener Abfälle verdeutlichen, dass Bioabfälle zukünftig vermehrt in Vergärungsanlagen oder in Kompostierungsanlagen mit vorgeschalteter Vergärungsstufe verwertet werden. In einigen Entsorgungsregionen in Deutschland werden dazu bereits vom öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger Abfallsäcke aus biologisch abbaubaren Kunststoffen angeboten bzw. zur Nutzung empfohlen. Derzeit gibt es kein Verfahren, in dem biologisch abbaubare Kunststoffe effektiv anaerob verwertet werden können. Ziel der aktuellen Untersuchungen ist es, Optimierungsmöglichkeiten zu finden, anhand derer man biologisch abbaubaren Kunststoffe auch anaerob effektiv mitverwerten kann. Erste Untersuchungen zur anaerobe Verwertung haben gezeigt, dass diese nur unter bestimmten Bedingungen möglich und derzeit ein Abbau nur in geringem Maße festzustellen ist. Eine weitere Möglichkeit stellt hierbei die Untersuchung verschiedener Aufschlussmöglichkeiten in der Hydrolyse als Vorstufe zur Vergärung dar. Aktuell finden weitere Untersuchungen statt, mit Hilfe derer der Aufschluss von biologisch abbaubaren Kunststoffen beschleunigt bzw. vollständig realisiert werden soll.

Biodegradable plastics and products made of them are excluded from an area-wide redemption by the packaging ordinance until 31 December 2012, as long as the producers let them certify. The certification includes currently only the proof of composting ability, not the evidence of fermentability. Recent developments in the utilization of biogenic waste show that in future biowaste will be more and more treated in fermentation plants or in composting plants with a prefixed fermentation step. In some regions in Germany the public sector waste disposal organisations already recommend the usage of waste bags made of biodegradable plastics. There is currently no known method for effective fermentation of biodegradable plastics. The aim of the current investigations is to find optimization opportunities to ferment biodegradable plastics or to optimize the hydrolysis as prestep prior fermentation. First investigations of anaerobic utilization have shown that this is only possible under certain conditions and a reduction is noted only in small degree. Therefore various optimizations opportunities for the hydrolysis as a precursor for the fermentation will be investigated further.

Seiten 322 - 326

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.07.2011.322

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