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Luftwandtechnologie als Alternative zur bautechnischen Schleuse

Die LWT Luftwandtechnologie bietet eine technische Möglichkeit zur weitestgehenden Minimierung luftgetragener Emissionen aus belasteten Innenräumen bzw. Hallen bei offenen Toren. Darüber hinaus wurden auch positive Effekte der Luftwand im Hinblick auf den Ein- bzw. Austritt von Insekten beobachtet.
Im Zusammenhang mit der 30. Verordnung zum Bundes- Immissionsschutzgesetz (30. BImSchV) vom 20. Februar 2001 und der novellierten TA Luft vom 24. Juli 2002 kann die Luftwandtechnologie auch einen relevanten Beitrag zum Immissionsschutz z. B. bei der Abfallbehandlung leisten.
Die 30. BImSchV regelt Errichtung, Beschaffenheit und Betrieb von Restabfallbehandlungsanlagen, in denen Abfälle mit biologischen oder einer Kombination von biologischen mit physikalischen Verfahren behandelt werden (Mechanischbiologische Restabfallbehandlung – MBA). In den Paragraphen 4 und 5 wird eine vollständige Kapselung der Anlagen mit Abluftfassung und -behandlung gefordert. Darüber hinaus werden für den Ein- und Austrag von Abfällen mittels LKW Schleusen mit aktiver Luftabsaugung gefordert.
Durch die TA Luft werden Schleusen auch für Anlagen zur Kompostierung und Vergärung getrennt gesammelter Bioabfälle (TA Luft, 5.4.8.5 und 5.4.8.6) sowie für Anlagen zum Trocknen von Abfällen (5.4.8.10.1) und zur mechanischen Aufbereitung von Siedlungsabfällen (5.4.8.11.1) gefordert.
Die Luftwandtechnologie wird bisher insbesondere in industriellen Bereichen zur Klimabereichstrennung und Geruchsabschottung, z. B. bei der Fischverarbeitung eingesetzt. Für die Abfallwirtschaft könnte die Luftwandtechnologie eine kostengünstige Alternative zur bautechnischen Schleuse darstellen.
Um die Funktionalität der Luftwandtechnologie im MBA-Bereich zu dokumentieren, wurde von der LWT Luftwandtechnologie GmbH eine Luftwand-Pilotanlage an einem Austragstor der Intensivrottehalle der MBA Linkenbach installiert. Die Ingenieurgemeinschaft Witzenhausen Fricke & Turk GmbH (IGW) wurde mit der wissenschaftlichen Begleitung von Versuchen an der Pilotanlage beauftragt.

Seiten 437 - 441

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.09.2004.437

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