Inhalt » Archiv » Ausgabe 09/2011 » Maximierung der kommunalen Wertstoffe durch Abschaffung der Restmülltonne

Maximierung der kommunalen Wertstoffe durch Abschaffung der Restmülltonne

Restmüllfreie Abfallwirtschaft im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis wird in der Gemeinde Rosenberg seit März 2010 ein Pilotversuch mit dem Arbeitstitel „Restmüllfreie Abfallwirtschaft“ durchgeführt. Als Prämisse gilt: Alles ist verwertbar. Während im Neckar-Odenwald-Kreis schon heute 72 % der Abfälle aus den Haushalten einer Verwertung zugeführt wurden, wird künftig die vollständige Verwertung angestrebt. Anstelle der bisherigen Restmüllgefäße gibt es eine Trockene Wertstofftonne (TWT) und eine Bioenergietonne (BET), als einfaches Trenn- bzw. Zuordnungskriterium wird „trocken“ und „nass“ definiert. Das neue System soll einfach sein und keine ökologischen und ökonomische Nachteile zum bisherigen System aufweisen.
Nach über einem Jahr Betrieb kann eine positive Ersteinschätzung vorgenommen werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr hoch, der Inhalt der BET weist hohes energetisches Potential auf und mit der TWT können ca. 24 kg/Ea zusätzliche Wertstoffmengen aus dem kommunalen Bereich gewonnen werden. Allein der Anteil an Kunststoffen beträgt ca. 13 kg/Ea.

A pilot testing called “waste management without residual waste” has been carried out in Rosenberg in the Neckar-Odenwald region since March 2010.The premises is “Everything is recyclable”. Whereas 72 % of the municipal waste of the Neckar-Odenwald region is already recycled, the aim is to recycle the waste completely. The residual waste bin is replaced by a dry recovery bin (TWT) and a bio energy bin (BET) as a simple way of separation or classification between “dry” and “wet”. The new system is intended to be simple and involve no ecological and economic disadvantages with regard to the current system.
After one year of testing a first estimation can be qualified as positive. There is a high acceptance within the population, the contents of the bio energy bin are of highly energetic potential and with the dry recovery bin about 24 kg annually per inhabitant of additional recyclable materials can be produced. The share of plastic material alone is about 13 kg annually per inhabitant.

Seiten 408 - 414

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MA.09.2011.408

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