Inhalt » Archiv » Ausgabe 08/2008 » Nachhaltige Sanierung eines Kontaminationsherdes an einer Deponie durch Bodenaustausch und nachgeschalteter In-situ-Sanierung mittels Air-Sparging-Technologie

Nachhaltige Sanierung eines Kontaminationsherdes an einer Deponie durch Bodenaustausch und nachgeschalteter In-situ-Sanierung mittels Air-Sparging-Technologie

In einem Randbereich der Deponie Wernsdorf der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) wurde mittels überschnittener Großlochbohrungen ein kontaminierter Bodenkörper mit einer Netto-Kubatur von etwa 5.000 m³ mit Füllboden nachgewiesener Qualität und Herkunft ausgetauscht und somit ca. 1.700 kg organische Schadstoffe (BTEX + LHKW) vollständig entfernt. Das ehemals vorhandene Schadstoffpotenzial im Untergrund wurde hierdurch erheblich reduziert. Trotz der erfolgreich durchgeführten Sanierungsmaßnahme wurden die Prüfwerte für den Wirkungspfad Boden – Grundwasser gemäß der BBodSchV für das Schutzgut Grundwasser nicht erreicht. Um zu einer nachhaltigen Sanierung zu gelangen haben die BSR in enger Abstimmung mit dem Landesumweltamt Brandenburg (LUA) im ehemaligen Bodenaustauschbereich eine in-situ-Grundwassersanierung mittels der Air-Sparging-Technologie nachgeschaltet, um die Restkontaminationen in der Wasserphase weiter zu reduzieren. Die ergänzende Maßnahme erfolgte auch im Hinblick darauf, dass im Rahmen der Stilllegungsmaßnahmen zur Deponie der Bodenaustauschbereich wieder überdeckt werden muss, so dass die Zugänglichkeit des ehemaligen Sanierungsbereiches zukünftig wieder eingeschränkt sein wird (vgl. Abb. 1). Im Februar 2006 beauftragte die BSR die Ingenieurgesellschaft CDM Consult GmbH Leipzig (CDM) mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts sowie der Planung und Durchführung der Air-Sparging-Sanierung. Nach einer Planungsphase von ca. 4 Wochen erfolgte im April 2006 die Genehmigung durch das LUA Brandenburg. Bei zuletzt deutlich geringeren Austragsraten wurde die nachgeschaltete In-situ-Sanierungsmaßnahme nach einer Sanierungszeit von ca. 10 Monaten mit einem Gesamtschadstoffaustrag von weiteren 125 kg LHKW + BTEX eingestellt. Der nachhaltige Erfolg der Sanierung wurde u.a. durch eine Reduzierung der LHKW+BTEX-Gehalte in einer Grundwassermessstelle im zentralen Sanierungsbereich von 67 auf 0,23 mg/l dokumentiert.

Seiten 410 - 413

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.08.2008.410

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