Inhalt » Archiv » Ausgabe 08/2010 » Potentielle CDM-Erträge aus abfallwirtschaftlichen Maßnahmen – Fallstudie aus Indien

Potentielle CDM-Erträge aus abfallwirtschaftlichen Maßnahmen – Fallstudie aus Indien

Die Abfallwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern stellt einen Sektor mit signifikanten Treibhausgasemissionen dar. Durch fortschrittliche Abfallwirtschaftskonzepte lassen sich Emissionsminderungen erreichen durch Vermeidung von Methan aus Deponien, Energiesubstitution und Energieeinsparung bei Sekundärrohstoffnutzung. Verschiedene abfallwirtschaftliche Maßnahmen wie Kompostierung, Vergärung, MBA und Recycling können zur Emissionsminderung beitragen. Am Beispiel eines Teilabfallstroms von 100.000 Jahrestonnen wurde für die Stadt Surat (Indien) das Potential der CDM-Erträge für verschiedene Szenarien berechnet. Bezogen auf die behandelte Abfallmenge können CDM-Erlöse von rund 5,50 R/t erzielt werden. Der Anteil der Einzelmaßnahmen ist dabei höchst unterschiedlich. Der CDM-Kostendeckungsbeitrag zur Kompostierung der Organikfraktion (30.000 t) kann bis zu 13 R/t Behandlungskapazität betragen. Eine der Kompostierung vorgeschaltete Vergärung mit Stromerzeugung erbringt dagegen nur gering fügig höhere CDM-Erträge. Die Erträge aus dem Kunststoffrecycling liegen bei rund 12 R/t Kunststoff. Da der Kunststoffanteil jedoch gering ist, ist der Gesamterlös im Vergleich zu den erforderlichen Aufwendungen für die Ausschleusung in diesem Falle gering.

Waste management in developing and emerging market countries remains a sector of significant Green House Gas emissions. By implementing advanced waste management systems emission reductions can be obtained due to avoiding methane emissions from landfills and dumpsites, energy shift as well as energy savings by means of using secondary raw materials. Various waste management measures such as composting, digestion, MBT and recycling can contribute to emission reductions. A case study has been carried out for a portion of the waste generated in the City of Surat (India) illustrating the potential CDM revenues for various scenarios. The CDM revenues obtain 5,50 R/t related to the total waste amount of 100.000 tons per year. The effective ness of the single measures showed significant differences. The cost recovery from CDM revenues to the composting of 30.000 tons organic waste exceeds 13 R/t plant capacity. However, an additional pretreatment step by means of digestion including gas to energy conversion generates only slightly higher CDM-revenues. The CDM revenues from plastic recycling reached 12 R/t plastics processed. Since the portion of plastics in Surat’s municipal solid waste is small, the total returns are small compared to the efforts required for segregating and assorting.

Seiten 383 - 385

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.08.2010.383

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