Inhalt » Archiv » Ausgabe 04/2011 » RE KrWG – Neuorganisation der Bioabfallentsorgung erforderlich? – Teil 2: Prüfungsprogramm des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers für die Organisationsentscheidung über eine getrennte Bioabfallsammlung

RE KrWG – Neuorganisation der Bioabfallentsorgung erforderlich? – Teil 2: Prüfungsprogramm des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers für die Organisationsentscheidung über eine getrennte Bioabfallsammlung

Im Hinblick auf den vorliegenden Referentenentwurf1 des BMU für ein Kreislaufwirtschaftsgesetz stellt sich für viele öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger die Frage, inwieweit die neuen Rahmenbedingungen Maßnahmen zur Neuorganisation der Bioabfallentsorgung erfordern. Der Bedarf dafür wäre hoch. Nach aktuellen Erhebungen wird 17 Mio. Einwohnern in Deutschland durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger keine Biotonne angeboten. In den Regionen mit Biotonne liegt der Anschlussgrad lediglich bei 65 Prozent, womit insgesamt Bioabfälle von 46 Mio. Einwohnern, also mehr als der Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland nicht getrennt entsorgt werden. Im nachfolgenden 2. Teil des Beitrages werden – basierend auf dem aktuellen Stand des Referentenentwurfes – Handlungsempfehlungen für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger insbesondere zum Abwägungs- und Entscheidungsprozess abgeleitet.

With regard to the present draft of the new law on life-cycle management of the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety many public waste disposal authorities are faced with the question to what extent the new framework conditions require measures reorganizing the biowaste management. The need for those measures seems to be high. According to current statistics no biowaste bin is offered by the public waste disposal authorities for 17 million inhabitants. In regions where a separate collection of biowaste is realised the connection rate is by 65 %. Hence, altogether 46 million inhabitants, which is about half of the German population, have no possibility to dispose their biowaste separately. Based on the current draft bill the following second part of the article deduced recommendations for the public waste disposal authorities, particularly on consideration and decision-making processes.

Seiten 180 - 184

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.04.2011.180

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