Inhalt » Archiv » Ausgabe 01/2009 » Sekundärrohstoffstrategien – Ist die Zukunft der Recyclingwirtschaft gesichert?

Sekundärrohstoffstrategien – Ist die Zukunft der Recyclingwirtschaft gesichert?

Kohle, Gas und Erdöl gehören zu den nichterneuerbaren Rohstoffen, die in den letzten Jahren im Blickfeld der Öffentlichkeit standen. Aber auch Metallerze stehen dem Weltmarkt nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Es wird deshalb außerordentlich begrüßt, dass die EU-Kommission nun in einem neuen Rohstoffpaket vor allem die Bedeutung der Recyclingprozesse hervorhebt. Die Kommission empfiehlt die Aufstellung einer Liste kritischer Rohstoffe und eine umfassende Strategie, die verschiedene politische Ziele verfolgt. Ein Ausverkauf von Rohstoffen muss genauso gestoppt werden wie der weitere Ausbau von Handelsbeschränkungen, des Weiteren muss die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Sekundärrohstoffe endlich von der Politik anerkannt und gewürdigt werden. Seit Jahren setzen sich die europäischen Recycling verbände dafür ein, dass Metallschrotte, Altpapier oder Altglas als „Sekundärrohstoffe“ anerkannt und Handelsbarrieren wie Zölle, abfallrechtliche Reglementierung oder Transportauflagen abgebaut würden. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat nun auch die europäischen Recycling-Märkte erfasst, deshalb hofft man nun auf die größtmögliche politische Unterstützung. Auch eine zeitlich befristete Subventionierung von Recyclingverfahren – wie Anschubfinanzierung, Investitionsbeihilfen, Mehrwertsteuerbefreiung – kann in Zeiten der Krise hilfreich sein.

Coal, gas and oil are non renewable raw materials. In the last years the public was concentrated on these resources. But also the metal ores belong to the non renewable resources, the availability of these resources has a tremendous effect on the industry. The EU-commission has just published a new raw material strategy which is focused on these topics. The meaning of recovery processes is highlighted for the first time. A lot of measures are listed in the EU-paper which regards the high risks of low raw material resources, the trading barriers and the chances of recycling techniques. Since years the Europe an recycling associations are working on the political support for the secondary raw materials, e. g. the end-of-waste criteria for scrap, paper and glass, now is the possibility to get a new chance. But it is a lot to do: Trade barriers for these materials have to break down and regulations should be easier. The global finance and economy crisis covers now also the recycling markets, because of that recyclers could expect also the same political support for their industry and technologies. The support could be financial, therefore we need new economical instruments instead of strong waste framework regulations.

Seiten 13 - 17

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.01.2009.013

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