Inhalt » Archiv » Ausgabe 04/2010 » Smarte Produktkennzeichnung von Mobiltelefonen mittels RFID

Smarte Produktkennzeichnung von Mobiltelefonen mittels RFID

Die Kenntnis produktspezifischer, entsorgungsrelevanter Informationen über Wert- und Schadstoffe in Elektro(nik)geräten bildet eine wesentliche Basis, um die Wertschöpfung der enthaltenen Materialien in möglichst hoher Quantität und sortenreiner Qualität zu gewährleisten. Das ElektroG sieht prinzipiell die Bereitstellung dafür benötigter Informationen durch den jeweiligen Hersteller vor, allerdings wird diese Vorgabe zurzeit unzureichend umgesetzt. Mit Hilfe der Radio Frequency Identification (RFID) kann die Informationsübermittlung vom Hersteller zum Recyclingunternehmen verbessert und die bereits bestehende optische Kennzeichnung von Elektro(nik)geräten um elektronisch verfügbare Informationen ergänzt werden. Anhand des Beispielprodukts Mobiltelefon wird aufgezeigt, wie durch eine intelligente Produktkennzeichnung mittels RFID-Transpondern entsorgungsrelevante Informationen an die Entsorgungsunternehmen übermittelt und Erfassungs- sowie Behandlungsprozesse maßgeblich unterstützt werden können. Die elektronische Kennzeichnung kann aber mit dem Datenschutz in Konflikt stehen, dessen Ziel es ist, natürliche Personen vor Beeinträchtigungen ihrer informationellen Selbstbestimmung zu schützen. Daher ist eine datenschutzrechtliche Bewertung und rechtskonforme technische Ausgestaltung solcher Systeme von besonderer Bedeutung.

The knowledge of specific product information of waste from electric and electronic equipment enables recycling companies to gain a high quality and quantity of sorted fractions, components and assemblies. Under the German „ElektroG“, manufacturers are bound to provide required product information to the recycling companies. However, there is a lack of available product information. RFID can help to improve the transfer of required data from the manufacturer to the recycling firms. Furthermore, a RFID-tag can be added to an already existing optical label of electric and electronic equipment. It is shown how intelligent tagging of mobile phones can help to transfer relevant data from the production phase into the disposal phase to support the collection and treatment of waste from electric and electronic equipment. The tagging can be at odds with data privacy that aims to protect the informational self-determination of natural persons. Therefore, it is of special importance to assess the conformity of such systems with data privacy law and to implement a legally compliant technology design.

Seiten 160 - 166

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.04.2010.160

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