Inhalt » Archiv » Ausgabe 08/2001 » Tiermehlentsorgung in rostgefeuerten Abfallverbrennungsanlagen

Tiermehlentsorgung in rostgefeuerten Abfallverbrennungsanlagen

Die Aktualität der Bekämpfung von BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) hat trotz MKS (Maul- und Klauenseuche) nicht an Bedeutung verloren, so dass nach wie vor alle aus den Schlachtabfällen, speziellen Risikomaterialien und Tierkörpern erzeugten Produkte dem Markt und den Wirtschaftskreisläufen zu entziehen und zu verbrennen sind, unabhängig davon, ob sie einer Drucksterilisation unterzogen wurden oder nicht.

Die dabei zu behandelnden Stoffströme in Form von Futter-, Nahrungsmitteln, Tiermehl und -fett mit z.T. brennstoffähnlich hohen Heizwerten betragen mehr als 1 Million Tonnen pro Jahr. Als verfahrenstechnisch- und emissionsrelevante Inhaltsstoffe gelten im Vergleich zu Siedlungsabfällen bei Tiermehl besonders die Gehalte an Asche (20–40 Gew. %), an Chlor 0,7–1,6 Gew. %), an Stickstoff (6–8 Gew. %) und Phosphor 2–6 Gew. %).

Von dem Bundesumweltministerium wurde deshalb ein für Deutschland maßgebender Leitfaden zur Tiermehlverbrennung vor kurzem veröffentlicht, der die Vorgehensweisen zur Tiermehlbehandlung/-entsorgung beinhaltet. Als thermische Entsorgungswege für Tiermehle/-fette und Futtermittel bieten sich z. Zt. die Mono- oder Mitverbrennung in vorhandenen MVA, Kraft- und Zementwerken an, wobei in diesem Beitrag schwerpunktmäßig auf die Mitverbrennung in der rostgefeuerten thermischen Abfallbehandlung eingegangen wird.

Seiten 485 - 488

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.08.2001.485

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