Inhalt » Archiv » Ausgabe 03/2005 » Verhalten von vorbehandelten Krankenhausabfällen unter Deponiebedingungen

Verhalten von vorbehandelten Krankenhausabfällen unter Deponiebedingungen

Die Regelentsorgung für krankenhausspezifische Abfälle in Deutschland ist die Verbrennung in zentralen Haus- oder Sondermüllverbrennungsanlagen mit anschließender Verwertung oder Ablagerung der festen Verbrennungsrückstände auf oberirdischen Deponien. Von mengenmäßig untergeordneter Bedeutung ist daneben die dezentrale Sterilisierung von Krankenhausabfällen mit nachfolgender Entsorgung zusammen mit Hausmüll.
In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bleibt dagegen die Deponie das zentrale Element in der Abfallentsorgung. Moderne Deponietechnik mit den Schwerpunkten Emissionsminderung, Deponiegasnutzung und kalkulierbare Nachsorge ist daher zusammen mit einer geordneten Entsorgungslogistik eine potentielle Exportchance für deutsche Umwelttechnologie.
Für ein Schwellenland wie China kommt eine direkte Übertragung von Abfallentsorgungstechnologie aus den Industrieländern in der Regel aus Kostengründen nicht infrage. Schwellenländer brauchen modifizierte Verfahren, die einerseits modernen Stand der Technik deutlich kostengünstiger bieten und zum anderen schnell zu einer spürbaren Verbesserung der aktuellen, teilweise katastrophalen Umweltsituation führen.
Ein Exporterfolg deutscher Umwelttechnologie in den Riesenmarkt China wird daher maßgeblich von der Flexibilität deutscher Firmen bei der Adaption der eigenen Verfahren und Produkte an diese Anforderungen abhängen.
Dementsprechend ist auch eine neue Ausrichtung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich, damit die Unternehmer bei dieser komplexen Aufgabe auf gesicherte Grundlagen zurückgreifen können.
Ein für die Betriebs- und Arbeitssicherheit von Abfalldeponien besonders wichtiger Aspekt ist das Verhalten von Krankenhausmüll unter Deponiebedingungen.Vor diesem Hintergrund wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht, welchen Einfluss eine gemeinsame Ablagerung von sterilisiertem Krankenhausmüll oder der Asche aus der Krankenhausmüllverbrennung mit unbehandeltem Hausmüll auf dessen Deponieverhalten hat.

Seiten 143 - 147

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.03.2005.143

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