Inhalt » Archiv » Ausgabe 07/2009 » Was bringt das neue Säulenverfahren im Vergleich zu den Schüttelverfahren?

Was bringt das neue Säulenverfahren im Vergleich zu den Schüttelverfahren?

In Deutschland fallen aktuell über 230 Mio. Tonnen mineralische Abfälle pro Jahr an, wovon der größte Teil einer durch Anforderungen des Abfall-, Bodenschutz-, Wasser- oder Bauordnungsrechts reglementierten Verwertung zugeführt wird. Als neue Untersuchungsmethode zur Gewinnung des Eluates wird immer wieder das Säulenverfahren (DIN 19 528) genannt. Im nachfolgenden Beitrag werden das Säulenverfahren mit einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von 2:1 und die Schüttelverfahren mit einem Wasser/Feststoff-Verhältnis von 10:1 sowie 2:1 anhand von MVA-Schlacken verglichen und die Ergebnisse diskutiert. Um das Elutionsverhalten ausgewählter Schwermetalle während des Säulenverfahrens näher zu untersuchen, wurden Teilfraktionen in Wasser/Feststoff-Verhältnis-Schritten von 0,2 l/kg bzw. 0,25 l/kg entnommen und analysiert. Die Ergebnisse zeigen einerseits ähnliche Verhaltensweisen für viele Schwermetalle, aber auch ein anderes Verhalten bei Antimon. Der erhebliche Zeit- und Arbeitsaufwand machen das Säulen verfahren zu einer kostspieligen Alternative für das Schüttelverfahren mit dem Wasser/Feststoff-Verhältnis 10:1 (S4-Eluat), das sich nur bedingt für eine Routineüberwachung von mineralischen Abfällen in der Praxis eignet. Es bleibt abzuwarten, welche Bedeutung der Gesetzgeber dem Verfahren in neuen bzw. überarbeiteten Verordnungen gibt.

Every year Germany accumulates over 230 million tons of mineral waste. The largest part of it is subject to recycling, regulated for example by waste disposing law, building regulations law or soil and water conservation laws. Recently a novel approach to preparing eluates by means of percolation (DIN 19 528) is frequently referred to. Using clinker from a waste incineration plant, the percolation method with a water/solid matter ratio of 2:1 is compared to the conventional methods of shaking with water/solid matter ratios of 10:1 or 2:1 respectively. The results of these tests are presented and discussed in this paper. To study the behaviour of some selected heavy metals during the course of the percolation process, partial fractions were taken and analysed in steps of 0,2 l/kg or 0,25 l/kg water/solid matter. Many, but not all of the examined heavy metals showed a similar behaviour in all three of the eluate preparation methods, antimony differed. The considerable time and effort needed for the percolation render it a costly alternative to the conventional shaking of the clinkers with a water/solid matter ratio of 10:1 (S4-eluate), only partially suitable for the examination of mineral waste in routine monitoring. It is to be seen how much importance German Legislation will ascribe to this procedure in new or revised ordinances.

Seiten 361 - 365

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.07.2009.361

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