Inhalt » Archiv » Ausgabe 05/2007 » Von der Abfall- zur Ressourcenlogistik

Von der Abfall- zur Ressourcenlogistik

Strategieprozess beim Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Kein Kupfer zu bekommen – Horrorvorstellung für die produzierende Industrie. Doch 2005 war es teilweise so weit: Auch mit viel Geld war Kupfer auf dem Weltmarkt für Europäer nicht mehr zu bekommen. Indien, China, Japan hatten aufgekauft, Ukraine, Russland und Australien gehortet: Der Kampf um natürliche Ressourcen – Rohstoffe, Energie, Wasser – hat die internationalen Wirtschaftsbeziehungen längst massiv im Griff. Da stellen sich Fragen nach Ressourcenschutz und nutzbaren Abfällen – „Urban Mining“ – völlig neu.

Mit einem umfänglichen Strategieprozess hat sich das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML neu aufgestellt und fit gemacht für das entsorgungspolitische Ziel Nummer 1, „2020“: Spätestens bis zu diesem Jahr sollen Abfälle in Deutschland ausschließlich stofflich und energetisch verwertet, Abfalldeponien weitgehend überflüssig werden. Doch europäische und internationale Anforderungen an eine rationale, wissenschaftlich fundierte Umweltschutzpolitik gehen weit darüber hinaus, „2020“ ist nur ein Synonym für künftige Anforderungen: Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien, Ressourcenlogistik, Stoffstrommanagement, Abfälle als Sekundärressourcen sind die neuen Problemfelder.

Und darauf muss sich ein anwendungsorientiertes Logistikinstitut mit Schwerpunkt Entsorgung in Struktur, Dienstleistungsangebot, Geschäftsprozessen und Know-how seines Personals strategisch einstellen. Der nachstehend geschilderte Diskussionsprozess im Strategieprojekt des Fraunhofer IML war erfolgreich und kann als beispielhaft angesehen werden für einen Prozess der Neuorientierung eines Unternehmens in sich erheblich wandelnden Märkten.

Grundsätzlich ist hier ein Forschungsinstitut nicht von einem Hersteller industrieller Massenprodukte oder von einem Entsorgungsunternehmen unterscheidbar – die gefundenen Lösungen mögen verschieden sein, der strategische Änderungsprozess steht allen bevor.

Seiten 228 - 236

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.MUELLundABFALL.de/MUA.05.2007.228

Ihr Zugang zur "MÜLL und ABFALL"

  • Sie sind bereits Kunde des eJournal "MÜLL und ABFALL" dann melden Sie sich bitte im Kundenlogin an.
  • Möchten auch Sie Kunde des eJournal "MÜLL und ABFALL" werden, dann bestellen Sie Ihren Zugang noch heute.

Dieses Dokument kaufen

  • schnell informieren: downloaden und lesen
  • auf Wissen vertrauen: geprüfte Fachinformation als PDF
  • bequem zahlen: Zahlung gegen Rechnung, durch Bankeinzug oder per Kreditkarte
€ 10,95 *) PDF | 9 Seiten

*) Inkl. gesetzlicher MwSt. von 19%
Anzeige
Newsletter

Stets auf dem Laufenden – mit dem kostenlosen Newsletter!

Ihre E-Mail-Adresse:
Archiv

Nutzen Sie unser Archiv und recherchieren Sie in den Inhaltsverzeichnissen, Kurz- und Volltexten seit Ausgabe 01/1998

Jahrgang 2012

Jahrgang 2011

Jahrgang 2010

Jahrgang 2009

Jahrgang 2008

Jahrgang 2007

Jahrgang 2006

Jahrgang 2005

Jahrgang 2004

Jahrgang 2003

Jahrgang 2002

Jahrgang 2001

Jahrgang 2000

Jahrgang 1999

Jahrgang 1998